Auf der Beau Voyage haben wollen wir die Besucher mit immer neuen Ideen überraschen. Für die zweite Beau Voyage hat Saajid sich mit dem Thema Digital Signage und Projection Mapping auseinandergesetzt. In diesem Beitrag geht es um letzteres. Digital Signage behandeln wir in einem der folgenden Beiträge. Das Endergebnis könnt Ihr euch hier ansehen:

Was ist Projection Mapping?

Beim Projection Mapping, projeziert man wie der Name suggeriert ein Bild, welches anhand einer "Map" manipuliert wurde, um sich dem zu bespielenden Objekt anzupassen. Aus dem Internet kennt man dies unter anderem aus Videos bei denen ganze Bauwerke mit lichtstarken Projektoren bespielt werden.

Wie haben wir das Projection Mapping realisiert?

In unserem Fall haben wir uns für das ATMO Banner in der Mainarea entschieden, welches wir über dem DJ-Pult platziert haben. Das Banner ist zweifarbig (Schwarz/Weiß) mit dem ATMO Schriftzug und besteht aus beständigem PVC Material, um auch Outdooreinsätzen standhalten zu können. Weitergehend haben wir einen Einstiegsnotebook mit Windows 10 sowie einen Projektor mit 1.200 Lumen und Full-HD Auflösung verwendet, um das ganze technisch zu realisieren.

Als Software kam bei uns die kostenpflichtige Software MadMapper zum Einsatz. Die Lernkurve ist steil, doch einmal gemeistert, kann man bei optionalen Bedingungen innerhalb von einer Stunde eine einfache Projektionsmappingshow realisiert werden.

Was sind die Hürden bei Projection Mapping?

Die Bedingungen im Moondoo waren leider weit vom Optimum entfernt, sodass wir diverse Kompromisse bei der Projektion eingehen mussten. Beispielsweise, hat ein Teil der DJ-Booth den Blick auf das Banner verhindert, welches durch eine Maskierung der betroffenen Stelle ausgeglichen werden konnte.

Eine weitere Hürde war die Aufhängung des Banners selber. Ich würde prinzipiell dazu raten, auf möglichst gleichmäßige Flächen zu projezieren um das nachträgliche verzerren zum anpassen möglichst Schmerzfrei zu gestalten. Denn je mehr Kanten, Wellen und sonstige Verformungen die Fläche zum gestalten aufweißt, desto mehr Anpassungen müssen Softwareseitig durchgeführt werden, um die Medien dem realen Objekt anzupassen. Während Hersteller an automatisierten Lösungen arbeiten, setzen die meisten Lösungen (unserer inklusive) noch auf manuelles Mapping.

Neben der Platzierung des Banners, ist der Projektor selbst sowie seine Platzierung ebenfalls ein entscheidenes Kriterium.  Im Fall Beau Voyage, war eine optimale Platzierung frontal vom Banner leider nicht möglich, weshalb wir den Beamer mithilfe eines Gorilla-Pods an einer der Deckenlampen befestigt haben und anschließend mit Stahlseilen vor dem Absturz gesichert haben. Leider hatte die Montage an der Lampe einen Nachteil: Der Projektor war den Einflüssen der Lampe ausgesetzt und Henrik war mit der Leiter unterwegs. Diese Kombination lößte Unbehagen aus.

Kurz zur Erklärung: Henrik wollte die Leiter verschieben (links im Bild) und kam dabei oben mit der Leiter gegen die Lampe an der der Projektor hing. Entsprechend der den Umständen geschuldeten "lockeren" Montage reichte das aus um den Beamer von seinem Sweetspot zu verrücken. Wie zu sehen reichen wenige Milimeter am Beamer aus, um das Bild auf dem Banner um mehrere 10cm zu verschieben. Nach 20 Minuten rumjustieren hat es Henrik zum erstaunen aller Beteiligten aber doch geschafft den Beamer wieder korrekt auszurichten. Nach zwei, drei weiteren Klicks in Madmapper, war der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt.

Lohnt sich der Einsatz von Projection Mapping auf Veranstaltungen?

Klar lässt sich darüber streiten ob das angetrunkene Publikum zwischen einfach beleuchteten Banner und umfangreichen Projection Mapping überhaupt unterscheiden würde, jedoch hat sich in der Praxis gezeigt, dass der Einsatz ein deutlichen Mehrwert in der Präsentation erzielt, den einfache Beleuchtung nicht erzielen kann. Wir haben einen Eye-Catcher geschaffen, der ATMO präsentiert und gleichzeitig von niemandem als unangenehm empfunden wird.

Was planen wir in der Zukunft?

Zukünftig möchten wir die Technik auf alle Indoor-Events ausweiten und für Outdoor-Events arbeiten wir bereits an Videoleinwand-Techniken, welche uns ermöglichen auch bei Tageslicht Medien auf Objekte zu spielen.

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